der A40-mitmach-roman


Mitmach-Roman Collage

Anlässlich der Aktion "Still-Leben" hatten wir die Idee, einen Roman von den Besuchern unseres Tisches auf der B1/A40 schreiben zu lassen. Jede(r) sollte einen Satz hinzufügen und das Ergebnis wollten wir hier veröffentllichen. Herausgekommen ist dabei kein zusammenhängender Text, sondern etwas viel Besseres: Ein Sammelsurium von Eindrücken, Assoziationen und Unfug. Uns gefällt's:


Ein Sonnenstrahl hat mich am frühen Morgen beglückt.
Es ist ein herrlicher Tag.
Ein Sommermärchen wird wahr. (Liebe Grüße aus dem Harz.)
- schreibt Hannes-Johannes mit breitem Grinsen auf das jungfräulich weiße Papier.
Der Wind schüttelte sanft die Baumkronen.
Und ein kleiner, bunter Vogel pfiff: "Kommt zur Ruhr!"
Ja, ich bin schon da!!
An diesem Morgen hat mich ein Vogel geweckt.
Soll ich dir das Meer schenken oder gar den Himmel?
Dann steig' auf dein Fahrrad und fahr' Richtung Norden.
Wie denn? Du hast einen Plattfuß. Wir laufen der Sonne entgegen. :-)
Heute ist das Leben wunderschön.
Heute ist ein wunderschöner Tag.
Woher kommt plötzlich diese gigantische schwarze Wolke, die die Form eines riesigen Gesichtes mit einem lachenden Mund hat?
Der Lärm war ohrenbetäubend, aber es war nicht zu ändern.
Es war wunderbar, je lauter desto toller.
Die B1 sollte geschlossen bleiben - die Leute kommen sich auf sehr nette Art und so unkompliziert näher.
Die Trommler trommelten, was das Zeug hielt, die Leute kamen um zu feiern, die B1 bebte.
Plötzlich riss der Himmel auf.
Ein Sonnenstrahl traf genau auf ein kleines Mädchen mit hellgrünem Strohhut. Das Mädchen zwinkerte dem Sonnenlicht entgegen und strahlte über das ganze Gesicht - so gut gefiel es ihr auf der B1 an diesem Sonntag.
Jemand fragte: "Wo ist denn die Kultur?"
Jung und Alt treffen sich zu diesem einmaligen Event.
Das Fest, das finden wir ganz toll, doch leider ist es viel zu voll!!
Die Fahrräder ersetzen die Autokarawanen, während die Fußgänger sich mit Kultur beglücken.
Möglichkeiten, Chancen, Gespräche, Impulse beim Stillleben möglich sowie 1000 nette Leute kennenzulernen.
Ich bin überwältigt von der Kreativität und den Ideen der vielen Besucher und Mitgestalter der A40.
"My name is Samantha and I come from Singapore. Germany is a great country and I will definitely come back again!"
Amüsiert stellte ich fest, dass auch am autofreien Aktionstag sich ein Fahrrad- und Menschenstau bildete.
Und dann kam der Latz.
Besonders breite Bevölkerungsschichten besuchen bei blauem Bestwetter brillante B1.
Und die Ruhris schaffen es doch!
Die Menschen waren fröhlich.
Herrliches Wetter und lachende Menschen.
Endlich einmal freie Fahrt auf der B1/A40; also rauf auf's Rad und in' Stau!
Ja denkste! Stau für alle: Radfahrer und Fußgänger. Aber alle sind bester Laune.
Nichts ist toller als ein Roller.
Es ist 13:15 Uhr und Erna und ich tauchen ein ins Geschehen! Jubel, trouble tralala!!!
Die Welt ist voller bunter Bilder, sieh dich hier um, halt es dir fest.
Mach' mal Rast an Tisch 25, da gibt's intellektuelle Nahrung!
Aber sach ma, is die auch gut verdaulich?
Hier ist gute Stimmung! Sing' mal wieder!!
"Ja, und sonst?" - "Ach..." - "Naja, wat willze machen." - "Ja." - "Hauptsache Gesundheit!" - "Jau." - "Und sonz?" - "Ja muss, ne?" - "Ja, meine Frau hamse gezz auch opperiert." - "Ach du Schrecken, nee! Watt denn?" - "Auch Unterleib, ne?" - "Ach, du Schande." - "Ja, datt is..." - "Jau, die beste Krankheit taucht nix." - "Naja, watt willze machen. Jau, ich muss weiter." - "Ja, tüss."
Und heute scheint die Sonne. Warum auch nicht?
Ja, der liebe Gott ist mit uns. Regen kann es morgen geben. Heute sind wir glücklich, dass die Sonne scheint.
Wem schenke ich meine Liebe?
Und so weiter und so weiter im Text.
Schnell ma umme Ecke zum Kiosk - nen Pülleken Pils holn.
Der BVB hat heute Heimspiel –> Derby gegen Schalke. Bier aus Frust oder vor Freude?
Eigentlich ist mir Fußball wurscht.
Wäre mir auch wurscht, wenn nicht der ganze Rummel damit verbunden wäre, auf dem ich nunmal stehe.
Nicht die Wirtschaft, sondern die Kultur vereint die Welt.
Sie hörte die Pferdehufe lange bevor die Kutsche das Tor passierte.
"Du bist nicht nur unzureichend bekleidet, sondern..."
Am besten fand ich die Hubschrauber.
Es war weder zu heiß, noch zu kalt an diesem Tag.
Die vielen Menschen genossen das umfangreiche Angebot, auch wenn große Teile der Gesellschaft leider nicht vertreten waren, ich z.B. habe Beiträge unserer türkischen Freunde vermisst.
Als ich dann an einen Tisch mit der geheimnisvollen Nummer X2-Her3 trat, sah ich unter der Tischdecke, die viele tausend Kinder gemalt hatten, die Wörter versteckt liegen - die man an einem schönen Tag zu einem Satz zusammenfügen kann, dann zu einem Buch, dann zu einer Bücherei und dann - zu dem gesammelten Wissen der Welt.
Aber wo befand sich das Wissen der Welt? Man munkelte, es sei auf einer großen Straße, die die wichtigsten Orte der Erde verbindet, zu finden...
Und so saßen die fünf Grazien nun auf der Autobahn uns sinnierten über die Liebe, das Leben und die holländischen Bauarbeiter.
Der kleine Regenwurm saß auf seiner rosa Wolke, kämmte seine grünen Haare und trank ein Stück Holz!
Aber bevor etwas Entscheidendes passierte, hatte eine nicht näher beschriebene Kommission entschieden, dass auf der A40 eine lange Reihe von Tischen aufgestellt werden sollte, damit Hinz und Kunz, genauer gesagt Königskind und Königsenkel, sich in Kultur und damit in Gemeinsamkeit austauschen konnte. Das sollte Hinz und Kunz in den Zustand versetzen, sich darzustellen, abzustimmen, auseinander zu setzen und für die Zukunft auszurichten. Was möchte jeder einzelne an Meinung abgeben? Dass es wichtig ist, dass ich mich mit den Gegebenheiten abfinden kann, dass man seinen Weg finden und das, was ihm selbst zu eigen ist, einbringen kann. Der A40 sei Dank!
Sein Weg war niemals gerade, aber immer sein Weg - er war glücklich.
"Gott schreibt auch auf krummen Zeilen gerade, warum soll er mich nicht auf dem Weg führen?", dachte er und ging mit der Gewissheit über Gottes Anwesenheit seinen Weg weiter.
Und er sagte: Ein Wort geht immer!", drehte sich um und verschwand in der xxxxxx [<– unleserlich].
Überraschend war es, wie viele bekannte Gesichter an ihnen vorbeirauschten.
Zum Teil zu Fuß, zum Teil auf Inline-Skatern, zum Teil mit einem Fahrrad.
Selbst die vielen Riesen und Zwerge fielen in dem Getümmel, von den verhuschten Elfen ganz zu schweigen. [sic!]
Doch Hexen und Zauberer verbreiteten nicht nur Schrecken, sondern gaben ihr Bestes, zum Gelingen des gesamten Festes beizutragen.
Auf dem Fahrrad gaben sie Gas Richtung Bochum, doch plötzlich tauchte ein Stau von Steinen auf. Was dann?
Heute standen wir im Stau auf der A40 - mit dem Fahrrad! Ein unvergesslicher Augenblick!
Mir ist es sehr warm und ich schwitze.

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